Von Plattformen, Praxis und Prioritäten: Jahresausblick 2026

2026 markiert für Secusmart einen Wendepunkt: von einzelnen Lösungen hin zu einer Kollaborationsplattform für sichere Kommunikation. Wir haben mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen aus unserem Team darüber gesprochen, wie diese Entwicklung konkret aussieht – und was sie für Kundinnen und Kunden bedeutet.

WANZE: Jörg, viele Entwicklungen bei Secusmart laufen 2026 zusammen. Wenn du ganz vorne ansetzen müsstest: Wo beginnt diese Entwicklung aus Kundensicht?

Jörg Goronzy: Ganz klar beim Messaging. Messaging ist heute der Standard, Anrufe sind die Eskalation. Dieses Kommunikationsverhalten gilt in der Regel privat wie beruflich. Deshalb ist Voice plus Messaging für uns das zentrale Thema. Es betrifft schlichtweg alle – unabhängig davon, ob sie heute schon eine unserer Lösungen nutzen oder nicht.

 

WANZE: Wenn Messaging der Ausgangspunkt ist – was folgt daraus für die Weiterentwicklung der Lösungen?

Goronzy: Dass sichere Kommunikation kein Spezialfall mehr sein darf. Sie muss überall dort funktionieren, wo Menschen arbeiten. Genau deshalb ist der nächste logische Schritt sichere Kommunikation auch für Nutzergruppen verfügbar zu machen, die bisher nicht oder kaum mobil gearbeitet haben.

WANZE: Daniel, Jörg beschreibt Messaging als Einstieg und den Desktop als nächsten logischen Schritt. Wie übersetzt sich das in die Produkt-Roadmap?

Daniel Fuhrmann: Unser Ziel ist, sichere Kommunikation nahtlos nutzbar zu machen – über Geräte hinweg. Messaging steht dabei an erster Stelle. Anschließend rollen wir den Desktop-Client aus, sodass Nutzer zwischen Smartphone und Rechner wechseln können, ohne ihren Kommunikationskontext zu verlieren.

 

WANZE: SecuVOICE wird also mehr als eine einzelne Anwendung?

Fuhrmann: Genau. SecuVOICE entwickelt sich zur Plattform, in der Sprache, Messaging und Desktop zusammenwachsen und schrittweise um weitere Kollaborations-Bausteine ergänzt werden. Wichtig ist dabei: Wir priorisieren sehr bewusst und liefern das aus, was Kunden real einsetzen können – nicht das, was auf dem Papier gut klingt.

WANZE: Marcel, es gibt für verschiedene Kunden eigene, oder gehostete SecuVOICE-Infrastrukturen. Die Nutzer sollen sich aber untereinander erreichen können. Wie wird das funktionieren?

Marcel Strerath: Sichere Kommunikation wird organisationsübergreifend verfügbar. Bund, Länder, Kommunen und perspektivisch auch KRITIS-Unternehmen können miteinander kommunizieren, ohne neue Insellösungen aufzubauen. Wir sprechen hier von der Föderation der Infrastrukturen. Für die Nutzer ist das kein IT-Großprojekt, sondern eine in der Praxis relativ einfache Erweiterung bestehender Systeme.

WANZE: Thomas, Marcel erwähnte den Aufbau zentraler Services, mit denen erstmals Liegenschaften angebunden werden können. Was genau kommt da operativ auf euch zu?

Thomas Mrotzek: Wir richten für einen Kunden erstmals eine eigene SNS-Anlage ein und übernehmen ihren Betrieb. Die „Sichere Netzübergreifende Sprachkommunikation“ (SNS) verbindet alle Nutzer unserer SecuVOICE-App. Für eine bestehende SNS-Anlage in den Netzen des Bundes, die Behörden und diesen Kunden mit sicherer Sprache versorgt, leisten wir bereits Wartung und Support. Mit der neuen Anlage kann dieser Kunde seine Liegenschaften einfacher anbinden. Sie ist zudem für deutlich mehr Nutzer ausgelegt. Für uns und unsere Partner bedeutet der Betrieb den Aufbau eines Teams, das die Systeme rund um die Uhr betreut und die Bereitstellung von Personal, welches tagsüber beim Support unterstützt. Im Laufe des Jahres planen wir, alle drei SNS-Anlagen in Deutschland zu föderieren, damit Nutzerinnen und Nutzer sicher miteinander kommunizieren können.

 

WANZE: Welche operativen Schwerpunkte stehen für euch 2026 noch auf dem Plan?

Mrotzek: Die BSI-Zertifizierung des BlackBerry UEM hat im vergangenen Jahr das Interesse unserer Kunden deutlich erhöht, das System gemeinsam mit den Secusmart-Produkten einzusetzen. Die Umsetzung wird uns dieses Jahr beschäftigen. Der Fokus liegt aber auf den Neuerungen bei SecuVOICE sowie den Konfigurationen bei Bestands- und Neukunden rund um die Erweiterung unserer Produktpalette um die SecuSUITE-for-iOS-Lösung. Um all diese Projekte erfolgreich und unserem Qualitätsanspruch entsprechend umzusetzen, wollen wir dieses Jahr auch gezielt Personal aufbauen. 

WANZE: Carsten, wenn Plattform, Funktionen und Betrieb zusammenkommen: Wie stellt ihr sicher, dass das am tatsächlichen Bedarf der Nutzer ausgerichtet bleibt?

Carsten Michel: Durch direkten Austausch. Die Nutzertage sind dafür enorm wichtig. Nicht, weil dort ständig völlig neue Feature-Ideen entstehen, sondern weil sie Prioritäten klären. Kunden diskutieren miteinander und spiegeln uns, was wirklich für sie wirklich relevant ist.

 

WANZE: Wie wirkt sich dieses Feedback konkret auf die Roadmap aus?

Michel: Oft geht es weniger um neue Funktionen als um Timings, Priorisierung und Prozesslogik. Diese Feinjustierung ist extrem wertvoll, weil sie dafür sorgt, dass Entwicklungen nicht an der Realität vorbeigehen. Für unsere Kunden sind manchmal vermeintliche Kleinigkeiten im Alltag enorm wichtig, die wir in der Bedeutung geringer eingeschätzt haben – und umgekehrt.

WANZE: Swenja, viele dieser Themen sind komplex – Plattform, Föderation, Betrieb. Was ist kommunikativ entscheidend, damit Kunden folgen können?

Swenja Hintzen: Einordnung und Dialog. Sichere Kommunikation ist erklärungsbedürftig, deshalb stehen 2026 wieder persönliche Begegnungen und hochwertige Inhalte im Mittelpunkt: Wir bauen unsere Events und Nutzertage für Kunden weiter aus, um Nähe, Dialog und Mehrwert nachhaltig zu stärken. Mit unserem Newsletter "Die WANZE" setzen wir zudem kontinuierlich auf relevante Inhalte. Ziel ist dabei nicht nur Information, sondern Orientierung: Was ändert sich – und warum ist das relevant für den Arbeitsalltag in Behörden, Kommunen und Ländern sowie KRITIS-Unternehmen?

Jörg Goronzy,

Vice President 

Sales

Daniel Fuhrmann, Geschäftsführer

Marcel Strerath, Senior Manager Technical Support & System Engineering

Thomas Mrotzek, Senior Director Business 

Operations

Carsten Michel, Director Product Marketing

Swenja Hintzen, Director Business Marketing & Communication

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